Ceylon Tee – der ultimative Guide. Wirkung, Zubereitung, Verwendung

Ceylon Tee ist eine beliebte Schwarzteesorte, die auch als sri-lankischer Tee bekannt ist. Als Eistee oder warm serviert, ist er für viele Teetrinker ein beliebtes Getränk.

Obwohl Ceylon für seinen kräftigen Geschmack bekannt ist, kann er je nach Teesorte und Anbaugebiet im Land sehr unterschiedlich schmecken.

Was ist Ceylon Tee?

Ceylon Tee wird ausschließlich auf dem Inselstaat Sri Lanka, früher bekannt als Ceylon, angebaut.

Sri Lanka ist klein, aber es hat eine enorme Vielfalt an Höhenlagen, Klima, Bodentypen, Pflanzensorten und Wetter, so dass sich die Aromen und der Charakter der dort produzierten Tees stark unterscheiden.

Trotz der regionalen Nuancen gilt der klassische Ceylon-Geschmack im Allgemeinen als kräftig, voll und lebhaft. Er hat mittel- bis vollmundige Tannine und einige Noten von Zitrusfrüchten, Schokolade oder Gewürzen.

Ceylon-Tees werden aus den getrockneten Blättern der Teepflanze, Camellia sinensis, hergestellt. Die verarbeiteten Blätter sehen etwas aus wie dicker Draht, weil sie lang und dünn bleiben.

In der weiten Welt des Tees sind diese Blätter sehr leicht zu erkennen. Der meiste Ceylon-Tee wird nach der orthodoxen Methode, also größtenteils von Hand verarbeitet. Dadurch werden die Blätter bei der Verarbeitung weniger stark beschädigt als bei der maschinellen Produktion und der fertige Tee hat eine höhere Qualität.

Ein vielseitiger Klassiker

Ceylon Tee wird in der Regel als erfrischendes Getränk, frisch gebrüht und heiß, oder als Eistee getrunken. Um den vergleichsweise starken, zur Bitterkeit neigenden Geschmack auszugleichen, kannst du Zitrone, Süßstoffe (Zucker oder Honig) und/oder Milch dazu mischen.

Wegen seines Koffeins und seiner belebenden Eigenschaften eignet er sich als Morgen- oder Nachmittagstee.

Die Vielfalt der Ceylon Tees führt zu einer großen Vielfalt an Möglichkeiten, wie du ihn genießen kannst. Ceylon Tees sind eine beliebte Basis für Eistees, können aber auch wunderbar heiß genossen werden.

Falls dir der Geschmack etwas zu intensiv ist, du aber keine Süßungsmittel nutzen willst, kannst du einen Schuss Milch hinzugeben. Milch eignet sich ideal, um den Geschmack etwas weicher zu machen und die Bitterkeit von Ceylon Tee zu glätten.

Die richtige Zubereitung von Ceylon Tee

Um Ceylon Tee aufzubrühen, füllst du eine Teekanne und eine Teetasse etwa zur Hälfte mit heißem Wasser, um sie vorzuwärmen, und gießt das Wasser dann aus.

Gib etwa 1 Teelöffel der Teeblätter pro 230ml Wasser in die Teekanne. Dann gießt du das kochende Wasser (ca. 90° C) in die Kanne und lässt den Tee 3 bis 5 Minuten ziehen.

Sobald sich die Blätter am Boden der Teekanne absetzen, kannst du den Tee kurz umrühren, damit alle Blätter gleichmäßig mit dem heißen Wasser in Berührung kommen.

Als Faustregel gilt: Je länger der Tee zieht, desto höher wird der Koffeingehalt. Auch das Aroma wird mit der Zeit immer intensiver – wenn du den Tee länger als 5 Minuten ziehen lässt, wird er schnell unangenehm bitter werden.

Koffeingehalt in Ceylon Tee

Ceylon Tee enthält zwar Koffein, aber die Menge variiert je nach den verwendeten Blättern und der Zubereitung. Teebeutel enthalten in der Regel mehr Koffein als ganze Teeblätter, und auch die Ziehzeit wirkt sich auf den Koffeingehalt aus.

Eine normale 230ml Tasse Ceylon-Schwarztee enthält im Allgemeinen 50 bis 90 Milligramm Koffein, je nach der Stärke, auf die er gebrüht wird. Zum Vergleich: eine Tasse Kaffee (150ml) hat ca. 80 Milligramm Koffein.

Wie bei allen klassischen Teesorten, die aus der Teepflanze Camellia sinensis hergestellt werden (also u.a. alle Grün-, Weiß-, Gelb-, Oolong- und Schwarztees) gibt es Ceylon Tee nicht nur als schwarzen Tee, sondern auch als Grün- und Weißtee.

Ceylon-Grüntee enthält normalerweise etwa 35 Milligramm pro Tasse, und Ceylon-Weißtee kommt je nach Herkunft nur auf ca. 6 Milligramm.

Ceylon Tee kaufen und richtig lagern

Wenn du Ceylon Tee kaufst, solltest du – wie bei allen Tees – lose Teeblätter und keine Teebeutel kaufen.

Echter Ceylon Tee ist auf der Verpackung mit einem einzigartigen Löwenlogo versehen. Das Logo ist Eigentum des Sri Lankan Tea Board und ist weltweit als Warenzeichen geschützt.

Du solltest Ceylon Tee in einem sauberen, luftdichten Behälter an einem kühlen und trockenen Ort lagern – geschützt vor übermäßiger Feuchtigkeit, Hitze, Licht und intensiven Gerüchen (also nicht zusammen mit Gewürzen).

Die verschiedenen Anbaugebiete

Obwohl einige sri-lankische Produzenten ihr Angebot auf Grüntee und andere Teesorten ausweiten, handelt es sich bei den meisten Ceylon Tees um Schwarztees.

Es gibt sieben Teeanbaugebiete in Sri Lanka, und die Ceylon-Tees werden in drei verschiedene Höhenlagen eingeteilt: hoch-gewachsen (über 1.200 Meter), mittelhoch-gewachsen (zwischen 600 und 1.200 Meter) und niedrig-gewachsen (bis zu 600 Meter über dem Meeresspiegel).

Die wichtigsten Anbaugebiete sind:

  • Nuwara Eliya: Nuwara Eliya ist das höchstgelegene Teeanbaugebiet in Sri Lanka. Es befindet sich in der Mitte der Insel, westlich von Uva und nördlich von Dimbula.
    Sein Terroir bringt Tee mit einem zarten, blumigen Duft und einem leichten, lebhaften Geschmack hervor. Die hochgelegenen Tees von Nuwara Eliya schmecken eisgekühlt besonders gut und werden häufig mit Zitrone serviert.
  • Uva: ist ein hochgewachsener Tee und vielleicht das berühmteste Teeanbaugebiet in Sri Lanka. Es befindet sich im Zentrum Sri Lankas, östlich von Nuwara Eliya und Dimbula.
    Auf dem Gebiet von Uva wird schwarzer Tee mit ausgeprägt süßem Geschmack und holzigem Aroma produziert, der durchaus etwas Milch verträgt. Auch einige weiße Tees werden in Uva produziert.
  • Dimbula (oder Dambulla): Dimbula ist ein Teeanbaugebiet im Zentrum Sri Lankas. Es ist die südlichste der drei bekannten Regionen. Dimbula hat mit die höchsten Berghänge auf Sri Lanka. Einige Tees sind vollmundig, andere sind delikat und haben einen milden Geschmack.
  • Uda Pussellawa: Uda Pussellawa liegt in der Nähe von Nuwara Eliya, in einer Region mit starken Regenfällen. Sein Tee ähnelt dem Tee aus Nuwara Eliya, ist jedoch dunkler, mit einem rosafarbenen Farbton und einem kräftigeren Geschmack.
  • Kandy: Kandy ist ein Bezirk mit mittlerer Höhenlage, der mittelhoch-gewachsene Tees hervorbringt. Ihr Geschmack variiert, je nachdem wie die Teegärten gegen die meiste von süd-ost kommenden Monsunwinde ausgerichtet sind. Der Tee ist im Allgemeinen vollmundig, malzig und kupferfarben. Dies sind einige der intensivsten Ceylon Tees.
  • Ruhuna und Sabaragamuwa: Ruhuna und Sabaragamuwa sind niedriger gelegene Regionen, in denen niedrig gewachsene Schwarztees mit vollem Geschmack, satten Orangen- und Rottönen und Noten von Honig, Schokolade und Karamell produziert werden. Die meisten der in diesen Regionen angebauten Tees werden als Orangen-Peko und blumige Orangen-Peko verarbeitet.

Wirkung von Ceylon Tee

Durch sein Koffein wirkt Ceylon Tee, wie jeder andere Schwarz- oder Grüntee auch, anregend und macht dich konzentrierter und fokussierter.

Durch die enthaltenen Gerbstoffe wird das Koffein langsamer aufgenommen als bei Kaffee. Die Wirkung kommt also gleichmäßiger und hält länger an.

Zwar kann das Koffein im Ceylon Tee auch zu unerwünschten Nebenwirkungen führen (siehe unten). Diese sind aber in der Regel geringer ausgeprägt als bei anderen koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee oder Energy Drinks.

Ceylon Tee ist reich an Antioxidantien wie Polyphenolen, Katechinen und Flavonoiden. Diese Verbindungen verleihen dem Tee nicht nur seinen köstlichen Geschmack. Sie können auch dazu beitragen, dein Immunsystem zu unterstützen, indem sie durch oxidativen Stress verursachte Zellschäden verringern.

Freie Radikale, die durch UV-Strahlung, Zigarettenrauch und allgemeine Luftverschmutzung im menschlichen Körper entstehen.

Sie können gesunde Zellen schädigen und werden mit vorzeitiger Alterung und schweren Krankheiten in Verbindung gebracht.

Studien haben gezeigt, dass Antioxidantien, wie sie im Tee vorkommen – darunter Theaflavine und Thearubigine – dazu beitragen können, diesen Schäden vorzubeugen, indem sie freie Radikale einfangen.

Mögliche Nebenwirkungen von Ceylon Tee

Zu viel schwarzer Tee birgt – wie jedes koffeinhaltige Getränk in großen Mengen –das Risiko von Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Nervosität, Zittern, oder Herz-Rhythmus Störungen.

Wenn du Ceylon Tee zu spät am Nachmittag oder Abends trinkst, kannst du Probleme beim Einschlafen haben und dein Schlaf kann unruhiger sein. Grundsätzlich solltest du etwa 5 Stunden vor dem Schlafengehen kein Koffein mehr zu dir nehmen.

Wenn du Ceylon Tee in normalen Mengen trinkst ist das Risiko für Nebenwirkungen aber sehr klein.